Ihr Lieben, hier wird bald dicht gemaccht. Danke für eure Treue und vielleicht liest man sich ja bald irgendwo wieder. Grüßle euer Blümchen Ela

Freitag, 16. März 2018

Mammographie und jetzt...



Gleich beim ersten Mal!


Heute komme ich mal mit einem, für mich, schlimmen Thema daher. Es hat mal nichts mit Büchern zu tun. Leider nein. Okay, dann will ich doch mal anfangen. Ich muss es mir einfach mal von der Seele reden.


Wie einige von euch bestimmt mitbekommen haben, bin ich ja im vergangenen Jahr nun ein halbes Jahrhundert alt geworden. Und wie viele andere Frauen in meinem Alter, bekam ich nun auch in diesem Jahr meine Aufforderung zur Mammographie zugesandt. Diese auch gleich mit Termin. Okay, sie ist rein auf freiwilligen Basis, aber warum sollte man sie nicht war nehmen. Besser ist es auf jeden Fall. Gut, mein Termin war nun Anfang Februar und ich also hin. War nicht wirklich schlimm. Ist zwar nicht so angenehm, wenn einem der Busen eingequetscht wird, aber es ist auszuhalten und es ist ja nicht für Stunden. Verabschiedet wurde ich mit den Worten, in einer guten Woche sollte ihnen das Ergebnis zukommen per Post. 


So war es dann auch, obwohl das eigentliche Ergebnis war es nicht. Es war lediglich ein neuer Termin und der Hinweis, es wurde etwas entdeckt und dies müsste nochmals abgeklärt werden. Sorry, aber mit diesem Schreiben war das Wochenende total versaut (Brief kam an einem Samstag).  Das hieß also noch einmal zittern bis zum nächsten Untersuchungstermin. Bei diesem konnte jedoch nicht alles geklärt werden und ich bekam den nächsten Untersuchungstermin bei einem anderen Arzt.  Nicht schön sowas zu hören, aber was solls, da musste ich nun durch. Mir wurde gesagt, es muss nochmals eine detaillierte Ultraschalluntersuchung erfolgen und eventuell Gewebeproben entnommen werden. 


Wieder eine Woche mit zittern verbracht und mich mit arbeiten abgelenkt. Was sollte ich auch anderes machen.


Dann kam besagter nächster Termin und wie ich befürchtet hatte, blieb mir die Gewebeprobeentnahme nicht erspart. Ich wurde 4-mal gestanzt (mein Busen ist noch blau davon und es ist nun schon knapp 2 Wochen her). Die Ärztin musste mich wieder vertrösten, denn das Ergebnis wäre erst eine Woche später aus dem Labor zurück. Okay, wieder eine nervöse Woche.


Ja und dann kam also letzten Donnerstag und schon beim Hineingehen ins Sprechzimmer zur Ärztin war mir klar was los ist. Ich hatte es so im Gefühl und dann bestätigte sie es auch schon. 


Ich habe Brustkrebs!!!


Nun gut, ich habe noch Glück im Unglück. Der Tumor ist direkt unter der linken Brustwarze und gerade mal 12 mm groß. Auch sind meine Lymphknoten Befundfrei. Dennoch wird einer davon mit entfernt, zur Sicherheit. Denn gerade die Lymphknoten sind ja die Leiter zum Transport der Krebsmetastasen in den Körper. Und um das zu vermeiden, wird der eventuell Betroffene mit entfernt. Um diesen zu lokalisieren, wird mir einen Tag vor der OP ein Metallröhrchen eingesetzt und dadurch eine radioaktive Flüssigkeit gespritzt. Damit wollen sie dann den richtigen Lymphknoten feststellen. Auch wenn der Tumor nun bösartig ist, ist er Gott sei Dank nicht aggressiv. Er wächst super, super langsam. Und damit wird meiner Nachbehandlung lediglich Bestrahlungen und Hormontherapie bedeuten. Um eine Chemo komme ich drum herum. So hoffe ich jeden Falls.


Nun hatte ich bei diesem Termin schon meinen OP-Termin für diese Woche bekommen, doch wie es ja immer so schön ist, kommt es anders als man denkt. Mein Körper meinte dann doch, es ist gerade mal so schön zu rebellieren und da nehmen wir doch mal eine Influenza mit. Damit muss ich nun diese erst einmal richtig auskurieren und Anfang April geht es dann unters Messer. 


Ja und deshalb Mädels geht bloß zur Mammographie, denn das ist extrem wichtig. Je früher etwas entdeckt wird umso besser!